MOF#030 Video-Coachings mit echtem Augenkontakt (DIY Webcam-Umbau)

Ein großes Problem bei Video-Calls ist der fehlende Augenkontakt. Entweder, du schaust auf deine Webcam, dann ist es für dein Gegenüber, als würdest du ihm in die Augen sehen. Aber du verlierst dein Gegenüber aus dem Blick. Oder du schaust auf das Videobild deines Gegenübers. Aber dann sieht es für dein Gegenüber so aus, als würdest du dauernd an ihm vorbei schauen. Je weiter deine Webcam vom Bild deines Gegenübers entfernt ist, desto weiter “schaust du an ihm vorbei”.  Das stört gar nicht mal so sehr, die Webcam ganz woanders als das Bild ist, wenn dein Gegenüber dich also z.B. von der Seite sieht. So richtig irritierend wird es aber, wenn Webcam und Bild relativ dicht beieinander sind und man so nur sehr knapp am Gegenüber “vorbei schaut”. Vielleicht kennst du das, wenn du dich real mit jemandem unterhältst, der seinem Gegenüber nicht in die Augen schauen kann und immer etwas vorbei schaut. So einen ähnlichen Effekt hat man bei Videokonferenzen oft auch. Das kann auf die Dauer sehr unangenehm sein.

Die ideale Lösung wäre also, wenn die Webcam genau an der Position zwischen den Augen des Gegenübers wäre. Das geht natürlich (noch) nicht: Man kann die Webcam ja nicht mitten in den Bildschirm bauen, schon gar nicht beweglich, so dass sie sich immer dort befindet, wo die Augen des Gegenübers auf dem Bild zu sehen sind.

(In Zukunft wird es vielleicht Technologien geben, die Kamerasensortechnik ins Display integrieren, vielleicht sogar über das ganze Display, so dass der Punkt, von dem aus aufgenommen wird, sich mit den Augen des Gegenübers im Bild mit bewegen kann. Bei Smartphones ist das in Ansätzen schon Realität: Kameras sind oft schon in der Displayfläche integriert, um das Display größer machen zu können. Aber solange wir bei Laptops und Desktop-PCs noch nicht so weit sind, möchte ich hier eine Lösung vorstellen, die für mich gut funktioniert.)

Ich möchte gern den Menschen, denen ich ein Foto-Coaching gebe oder eine sonstige Beratung via Zoom, oder auch meiner Familie, wenn ich mit ihr skype, zumindest die Illusion geben, ich würde ihnen in die Augen schauen. 

Das geht mit ziemlich einfachen Mitteln.  Klar, es geht natürlich auch sehr kompliziert, wie dieses Video zeigt.

Im Prinzip wende ich die gleiche Methode an wie im Video: Die Kamera “schaut” ungefähr aus der Perspektive der Augen des Gegenübers. Ich mache das aber viel, viel einfacher. Das Resultat ist für dein Gegenüber exakt das gleiche wie bei der Methode im Video. Nur für dich gibt es einen Unterschied: Anstatt dass du in einen “Kasten” guckst, guckst du weiterhin auf deinen Bildschirm, nur dass ein paar Quadratzentimeter des Bildschirms von der Webcam verdeckt sind. Ein großer Vorteil und ein kleiner Nachteil. Meine Methode hat noch weitere Vorteile:

  • Du kannst sie an all deinen Computern verwenden, nicht nur an einem.
  • Falls du, wie im Video, einen Laptop verwendest, ist dessen Tastatur weiterhin ganz normal benutzbar.
  • Der Umbau ist leichter und kostengünstiger.

Da wir den Bildschirm mit der Webcam ein wenig verdecken müssen, wollen wir die Webcam möglichst klein halten. Dazu lohnt es oft, die Webcam zu öffnen und nur das Innenleben zu verwenden. Wenn du aber bereits eine sehr kleine Webcam hast, kannst du sie auch komplett mit Gehäuse verwenden.

Ich habe meine Lösung so gebaut, dass ich die Höhe der Aufhängung verstellen kann. So kann ich die Webcam wahlweise am 15″-Laptop oder am 32″-Monitor betreiben. Wenn du nur einen Computer bzw. Bildschirm hast, brauchst du die Hohenverstellung nicht.

Wenn du meine Lösung nachbauen möchtest, brauchst du (die Kauf-Links sind Amazon-Afilliate-Links):

  • Eine gewöhnliche USB-Webcam, die deinen Qualitätsansprüchen genügt und kompatibel mit deinem Computer ist. Ich verwende diese hier von emeet 
  • Etwas Bastlergeschick
  • Einen Holzstab (wahlweise auch Kunststoff oder Metall, sollte aber an Heißkleber gut haften)
  • Eine Heißklebepistole
  • kräftige Pappe
  • kleine Kabelbinder
  • ca. 15cm kräftigen biegsamen Draht – z.B. diesen hier oder diesen
  • etwas kräftiges Klebeband. Ich benutze gern solches Gewebe-Isolierband
  • optional: einen schwarzen Edding

Die folgende Bilderstrecke zeigt auch ohne viel Text, wie die “Hängewebcam mit verstellbarer Hängehöhe” entstanden ist. 

Natürlich kann man das Resultat noch verschönern. Entweder, indem man ein paar Steampunk-Details anbringt, oder aber, indem man ein kleines Gehäuse aus schwarzer Pappe oder Kunststoff drumherum baut. Denn zum Design eines modernen Arbeitsplatzes passt diese Webcam nicht gerade. 

Ich für meinen Teil lasse es erst einmal, wie es ist. Mir gefällt das so! 

Wenn du es selbst erleben möchtest, wie ich dir per Video-Call in die Augen schaue, buche doch gleich ein Foto-Coaching oder einen Online-Workshop 😉 

Ich freue mich auf dich!

MOF#029 Bullet-Time-Shot eines Wasserhuts (Highspeed-Fotografie)

MOF029_Bullettime_Highspeed_Fotografie_Wasserhut

Dieser Artikel handelt davon, wie man spezielle Fototechniken kombinieren kann, um etwas besonders Eindrucksvolles zu produzieren. Konkret: Eine Highspeed-Fotografie friert ultraschnelle Bewegung ein. Mittels Bullet-Time-Rig wird dieses Bild exakt zeitgleich von mehreren Kameras aus unterschiedlichen Blickwinkeln aufgenommen, und das ermöglicht dreidimensionale Darstellung und Animation des Ergebnisses. Jeder einzelne winzige Wassertropfen ist in jedem Bild an exakt derselben Position in der Bewegung eingefroren.

Bullet-Time? Wasserhut? Kleine Begriffsklärung vorab:

Vorgeschichte

Die Idee zum “Bullet-Time”-Shot mit Wassermütze kam mir, als ich mich Anfang 2019 mit dem Thema Bullet-Time / Matrix beschäftigte. Schnelle Bewegungen fotografieren, das hatte ich schon vorher öfter mal gemacht (siehe dazu auch meine Blogartikel über Highspeed-Fotografie: http://hertrich.photo/highspeed)
Die technische Inspiration kam von einem kleinen Making-Of von “Matrix”: 
Auf Nachfrage beim Sony-Deutschland-Marketing, ob man interessiert wäre, mir für ein Bullettime-Rig mehrere Kameras, ggf. mit Montage und Filmteam für ein großes Making-Of zur Verfügung zu stellen, verneinte man. Aber ich wollte das unbedingt machen.
Darum habe ich in meinem Lieblingsfotoclub (“Hobbygrafen Club Beilngries und Umgebung“) nachgefragt, wer Interesse hätte, mit seiner Kamera beim großen 3-tägigen “Water-Wigs-Shooting”-Event in einer gemieteten Landwirtschaftshalle vorbeizukommen, um ein Teil eines improvisierten Bullet-Time-Rigs zu werden. 7 Fotografen kamen mit ihrer Kamera (teilweise mit mehreren Kameras), zzgl. meiner zwei Kameras hatten wir dann 11 Kameras in einem Kreisbogen um das Set aufgestellt. 
 
An dieser Stelle darf ich allen ganz herzlich danken, die diesen Spaß mitgemacht haben:
 

Vorgehen, Technik

Die exakte Synchronisation der Auslösung war hier gar kein großes Thema: Der Zeitpunkt der Aufnahme wird ohnehin durch den Blitz bestimmt. Es muss nur sichergestellt sein, dass zum Zeitpunkt der Aufnahme alle Kameras offen sind (offener Verschluss) und der Raum komplett abgedunkelt ist, damit kein Licht auf die freiligenden Kamerasensoren fällt (außer im Moment des Blitzens). Das Timing des gesamten Prozesses und besonders der Blitzauslösung war hingegen schon eine Herausforderung. Pro Aufnahme gilt es, die folgenden Punkte exakt einzuhalten:
  1. Alle beteiligten Personen machen sich bereit. Model nimmt die Pose ein, Wasserballonwerfer zielt schonmal auf den Nagel, der auf dem Kopf des Models befestigt ist und der sicherstellt, dass der Ballon auch platzt. Fotografen bereiten ihre Kameras und sich selbst vor.
  2. Der Raum wird abgedunkelt (ich schalte die Raumbeleuchtung mittels Funkfernbedienung aus)
  3.  Alle 11 Kameraverschlüsse werden ungefähr zeitgleich für 5 Sekunden geöffnet. Jeder Fotograf muss seine Kamera(s) dafür zum richtigen Zeitpunkt auslösen.
  4. der Werfer wirft den Wasserballon. Über eine Laserlichtschranke mit Verzögerungselektronik wird der Blitz im richtigen Moment kurz nach Platzen des Ballons ausgelöst, ca. 120 Millisekunden nachdem der Ballon durch die Lichtschranke geflogen ist. Die an der Blitzanlage eingestellte Blitzabbrennzeit von 1/10.000s friert die Bewegung ein
  5. Die Kameraverschlüsse gehen nach 5 Sekunden wieder zu
  6. Ich schalte die Raumbeleuchtung wieder ein
  7. Das Model darf sich abtrocknen 😉

Das folgende Video zeigt die Anfertigung einer Aufnahme mit allen Kameras:

 
Play Video
Da bei Schritt 3 nicht alle Fotografen gleich schnell auf mein Kommando durch Einzählen reagieren, leite ich Schritt 4 – ebenfalls durch Einzählen – erst nach einer Pufferzeit von 2 Sekunden ein. 5 Sekunden Verschlusszeit reichen dafür ja aus, wenn man nicht durcheinander kommt. Und ich kam ab und zu mit dem Einzählen und der Reihenfolge der Knöpfchen, die zu drücken waren, durcheinander, ich mache sowas ja nicht alle Tage. 😉 
Es hat einige Probeaufnahmen gebraucht, bis alle wussten, was sie wann zu tun haben, und auch wirklich alle Kameras zum richtigen Zeitpunkt offen. und der Ballon zum richtigen Zeitpunkt auf dem Kopf des Models waren. Nach rund einer Stunde Vorbereitung hatten wir das erste Bild in den 11 Kästen. Danach waren noch einige Korrekturen an Set, Kameraeinstellungen und Timing nötig, bis wir schließlich 11 so gut zusammenpassende Bilder hatten (Bildausschnitt, Winkel, Belichtung, wirklich alle Kameras ausgelöst, nicht aus Versehen den Blitz doppelt ausgelöst usw.), dass ich sie in der Postproduktion zu einem 3D-Bild bzw. einer Animation zusammenfügen konnte.

Nachbearbeitung der Bilder:

Dennoch waren in der Nachbearbeitung noch intensive Anpassungen notwendig. Es waren ja alle möglichen verschiedenen Kameras dabei. Vollformat und APS-C. Sony, Nikon und Canon. Wir hatten uns auf eine Brennweite von 70mm und Blende von f/11 geeinigt, die aber mit den unterschiedlichsten Objektiven realisiert wurden. Also auch hier deutliche Unterschiede in der Abbildungsqualität. 
Und nicht zuletzt war es wohl ein Fehler, links und rechts hinten unterschiedlich farbige Rimlights (Lichter von schräg hinten, die die Wassertröpfchen gegen den schwarzen Hintergrund hervorheben) aufzustellen, denn je nach Kamerawinkel sah dann der Wasset-Hut eher rot oder eher blau aus (in der Mitte violett). Eigentlich ein schöner Effekt, aber beim Zusammenfügen mehrerer Bilder sollte die Farbe eines Objekts nicht variieren. Das hatte ich vorher nicht bedacht.
Der Nachbearbeitungsprozess war ungefähr folgender:
  1. Alle Bilder in Lightroom Classic importieren.
  2. Die Bilder in Zuschnitt und Belichtung grob aneinander anpassen
  3. Alle Bilder nach Photoshop als Ebenen exportieren
  4. In Photoshop alle Bilder an Hilfslinien (Gesichtsbegrenzung) so ausrichten, dass die Bilder, nacheinander abgespielt, eine saubere Drehung des Models um die vertikale Achse zeigen
  5. Störungen in den Bildern herausmaskieren bzw. wegstempeln. Gerade bei den Bildern von ganz links und ganz rechts sind im Hintergrund der Ballonwerfer bzw. Lampenstative zu sehen. 
  6. Die Bilder einzeln so in Belichtung, Kontrast, Weißabgleich, Farbbalance und Schärfeeindruck feinjustieren, dass sie optisch gut zusammenpassen
  7. Alle Bilder synchron so beschneiden, dass zwar das Model und der Wasserhut nicht zu sehr beschnitten sind, aber keine (nicht behebbaren) Störungen mehr in den Bildern zu sehen sind.
  8. Export als 11 einzelne JPEGs
MOF029_Bullettime_Highspeed_Fotografie_Wasserhut
Ausrichtung jedes einzelnen Bildes möglichst exakt an den Hilfslinien
MOF029_Bullettime_Highspeed_Fotografie_Wasserhut
Die Einzelbilder nebeneinander

Präsentation

So viel Aufwand für knapp 10 fast gleiche Bilder. Und nun? Wie zeigt man sie am besten? Darüber hatte ich im Vorfeld gar nicht nachgedacht, tatsächlich war das aber eine weitere große Herausforderung. 
 

Animation

Als erstes erstellte ich aus den Bildern eine Animation. Ganz hübsch anzusehen, aber nichts Besonderes. Hier fallen dann die letzten Unterschiede zwischen den Bildern in Belichtung, Ausrichtung usw. extrem stark auf. Sicher hätte man da durch aufwendige Bearbeitung noch mehr herausholen können, aber ganz ehrlich: Für solche stundenlange Feinarbeit fehlt mir die Geduld!
Dass übrigens die Farbe des Wasserhuts zwischen blau und rot wechselt, ist dem Umstand geschuldet, dass ich am Set zwei Rimlights (Seitenlichter von hinten) hatte, links mit Blaufilter und rechts mit Rotfilter. Das macht das Bild spannender. Aber ich hatte nicht bedacht, dass je nach Blickwinkel der Wasserhut dann ganz unterschiedlich vom Licht eingefärbt ist. Again what learned.
MOF029_Bullettime_Highspeed_Fotografie_Wasserhut
Animiertes GIF

Interaktives 3D-Modell mittels Photogrammetrie

Anschließend hatte ich versucht, aus den so erzeugten Einzelbildern über die Photogrammetrie-Software “3DF Zephyr” ein 3D-Modell zu errechnen, was jedoch misslang. Das kann an mir gelegen haben, weil das mein erster Versuch mit der Software war. Oder es lag an der zu schlechten Übereinstimmung der Bilder bzw. an den unendlich vielen winzigen Details (Wassertröpfchen).
Falls jemand von euch mal versuchen möchte, ein 3D-Modell zu erstellen, stelle ich gerne die Quellbilder zur Verfügung. Ich würde mich freuen!
Photogrammetrie ist ein Thema, das mich auch im Zusammenhang mit der Produktion virtueller Touren (www.360bayern.de) sehr interessiert. Wäre ein netter Einstieg ins Thema gewesen. Naja.
 

Lentikulardruck / Linienrasterdruck / Wackelbild

Monate später kam mir die Idee, aus den Bildern einen Lentikulardruck erzeugen zu lassen (umgangssprachlich “Wackelbild”, das Verfahren heißt auch “Linienrasterdruck”). Wir alle kennen die “Wackelbilder” aus unserer Kindheit.
 
Auf meine Angebotsanfrage bei einigen Spezialisten für Lentikulardruck antwortete interessanterweise nur Elmar Spreer von www.digi-art.de. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Herrn Spreer für das ausführliche und inspirierende Telefongespräch und die tolle Unterstützung! Und jetzt hatte ich endlich eine Möglichkeit, allen am Projekt Beteiligten ein kleines Geschenk zukommen zu lassen, etwas Echtes, das man in die Hand nehmen kann! Lentikulardruck ist vergleichsweise sehr teuer und aufwendig: Wen das Druckverfahren interessiert, dem empfehle ich den Wikipedia-Artikel über Linienrasterdruck.
 
In Kürze: Die Bilder werden in Linien aufgeteilt, die neben- oder untereinander auf ein Papier gedruckt werden. Dann wird eine spezielle Linien-Linse aus Kunststoff aufgebracht, so dass man je nach Betrachtungswinkel unterschiedliche Bilder sieht. 
 

Wackelbild horizontal und vertikal – ein Vergleich

Das Besondere an der Kombination aus vertikalen Linien/Linsen und dieser Art der Aufnahme einer Szene ist, dass man beim Betrachten des Lentikularbildes nicht nur ein typisches “Wackelbild” sieht, das sich bei Bewegung verändert, sondern man hat einen 3D Effekt, auch ohne “Wackeln”. Denn das linke Auge bekommt ein Bild, das von weiter links aufgenommen ist und das rechte Auge ein Bild, das von weiter rechts aufgenommen ist. Bei horizontalen Linien / Linsen funktioniert das nicht. Das lässt sich hier im Internet natürlich ohne spezielle 3D-Hardware nicht zeigen. Aber damit du besser verstehst, was ich meine, hier ein Vergleich: Links ist ein Lentikulardruck mit vertikalen Linien und Linsen, rechts mit horizontalen. Kippe ich die Bilder nach rechts/links, sieht man die Animation auf dem linken Bild. Kippe ich sie nach oben/unten, sieht man sie auf dem rechten Bild.

Andere Möglichkeiten zur Präsentation?

Wenn du weitere Möglichkeiten kennst, solche Bilder eindrucksvoll zu zeigen, egal ob in Internet oder außerhalb davon, freue ich mich über eine Nachricht! 🙂

MOF#024 Großes Wasserhut-Shooting Ende Juli 2019 (Highspeed-Fotografie)

     

Nachdem die Wasserhut-Shootings in 2016 und 2018 so großartig waren, ist es nun am 26. bis 28. Juli 2019 wieder so weit: Das große Highspeed-Fotografie-Set ist in Manching (Nähe Ingolstadt) wieder aufgebaut und wir lassen jede Menge Wasserballons platzen, um richtig coole Fotos zu machen. Diesmal sogar drei Tage lang!

Quick Facts

Ort: 85077 Manching

Shootings am 26./28.7.2019: Anmeldung als Model zum Shooting (50€ Unkostenbeitrag)

Workshop am 27.7.2019: Anmeldung als Fotograf zum Workshop (220€)

 

Highspeed-Fotografie: Saucoole Momente, die man eigentlich gar nicht sehen kann

Die besondere Technik der Highspeed-Fotografie vermag sehr schnelle Bewegungen einzufrieren und so Bilder zu erschaffen, die man sonst, ohne technische Hilfsmittel, niemals selber sehen kann.

So entstehen unglaubliche Eye-Catcher-Bilder, und das ganz ohne Photoshop, dafür mit jeder Menge Spaß am Set.

Das ganze findet in der Nähe von Ingolstadt, mitten in Bayern, statt. Wir haben ein riesengroßes Set in einer großen Halle zur Verfügung. Ganze drei Tage lang!

Noch sind einige Plätze für Models (egal ob Amateur oder Profi) frei für die Shootings am Freitag (26.7.) und Sonntag (28.7.).  Wenn du Interesse hast, als Model dabei zu sein, gib mir schnell bescheid! Leite diesen Beitrag hier gern auch an befreundete Models weiter, die das interessieren könnte!

Am Samstag 27.7. ist Highspeed-Workshop. Da können sich noch weitere interessierte Fotografen anmelden. Für knapp über 200€ lernen Fotografen (wiederum: egal ob Amateur oder Profi) alles über Highspeed-Fotografie inkl. Highspeed-Blitzen, speziell am Beispiel von Wasserhüten. Während des Workshops entstehen bereits tolle Bilder mit tollen Models, die die Workshopteilnehmer auch selbst verwenden dürfen. Gemessen am Spezialwissen, das dort vermittelt wird, und an den bereits nutzbaren Ergebnissen, ist dieser Workshop also ein absolutes Schnäppchen!

F.A.Q. – Eure häufigsten Fragen

Hier möchte ich auf einige der Fragen eingehen, die mich bislang erreicht haben.

Wann ist das Shooting?

Am Freitag 26.7.2019 shooten wir von 11 bis 20 Uhr und
am Sonntag 28.7.2019 shooten wir von 10 bis 18 Uhr.

Jedes Model bekommt eine Shooting-Stunde oder auch mehrere Shootingstunden hintereinander, je nach Vereinbarung. Der Plan, wer wann drankommt, steht einige Tage vorher fest und wird an alle Teilnehmer verteilt.

Du kannst also z.B. am Freitag von 15 bis 16 Uhr ins Shooting kommen. Du solltest dann schon um spätestens 14 Uhr (1 Stunde früher) ankommen, damit du dich einphasen kannst und die Visagistin genug Zeit hat, dich vorzubereiten.

Wo ist das Shooting?

Wir shooten in einer Halle in der Nähe des Flugplatzes Manching, 85077 Manching.

Die genaue Adresse bzw. Position teile ich dir rechtzeitig vorher mit, wenn du teilnimmst. Ich mache das nicht öffentlich, damit keine ungebetenen Zuschauer vorbeikommen.

Wie melde ich mich an?

Du kannst entweder direkt mit mir Kontakt aufnehmen, oder du buchst eine oder mehrere Shooting-Stunden über meinen Online-Shop [LINK]. Eine Buchung ist für mich eine verbindliche zusage deinerseits. Die gebuchte Zeit ist dann exklusiv für dich geblockt.

Was darf ich mit den Bildern machen?

Erstmal alles, was nicht kommerziell ist. Auch die Verwendung in deinem Model-Portfolio, egal, ob du Pay-Shootings oder nur TFP machst., ist für mich keine kommerzielle Verwendung.

Nur wenn du die Bilder direkt verkaufen möchtest bzw. für zu verkaufende Waren verwenden willst (T-Shirt-Druck…, Kalender…), müssten wir nochmal gesondert drüber reden. Bitte komme dann einfach auf mich zu.

Umgestaltung der Bilder, z.B. mit Filtern versehen oder so beschneiden, dass mein Logo verschwindet, oder das Logo wegretuschieren, ist nicht erlaubt.

Was ist TFP?

„Time for Prints“ – Fotograf und Model (und ggf. Visagistin) investieren ihre Zeit, ohne dass diese bezahlt wird. Alle Beteiligten bekommen dann im Gegenzug Nutzungsrechte an den Bildern. Mehr dazu unter TFP – Time For Prints.

Wenn es ein TFP-Shooting ist, warum kostet es dann Geld?

Das ist ein pauschaler Unkostenbeitrag. Darin enthalten sind die Selbstkosten der Visagistin und meine Selbstkosten. Der Beitrag deckt meine Selbstkosten nicht einmal komplett. ich investiere also auch in diese Veranstaltung. Nur am Workshop am Samstag verdiene ich etwas Geld. Aber da gebe ich auch mein wertvolles Spezialwissen an andere Fotografen weiter.

Was für Selbstkosten hast du denn?

Ich zahle voraussichtlich insgesamt 1.200€ für das ganze Event. Darin enthalten sind folgende Ausgaben:

  • Hallenmiete
  • Visagistinnen
  • Material fürs Shooting wie Ballons, Speisefarben, Nadeln usw.
  • Essen und Getränke am Set
  • Dixi-Klo
  • Assistenten am Set
  • und anteilig die üblichen laufenden Kosten eines Fotografen wie Abschreibungen für Fotoequipment, Versicherungen und all das Zeug.

Was erwartet mich da? Tut das weh?

Nein, es tut nicht weh 😉

Sieh dir, wenn du willst, mal die Galileo-Dokumentation von Pro7 über so ein Shooting an. Dort erzählt ein Model (bei 5:30) kurz, wie es sich anfühlt, wenn ein Wasserballon auf dem Kopf platzt.

Wie bei fast jedem Shooting, gibt es natürlich auch hier ein gewisses Verletzungsrisiko. Bisher ist bei meinen Shootings aber noch nie etwas passiert. Ich achte sehr auf Sicherheit am Set. Jeder Teilnehmer bekommt von mir auch eine kleine Einweisung, worauf für die Sicherheit zu achten ist.

Muss ich, wie auf deinen Bildern immer zu sehen, die Augen offen haben, wenn der Ballon platzt?

Nein, du kannst die Augen schließen. Wir machen dann zwei Bilder in identischer Pose: Eines mit offenen Augen ohne Ballon und das andere mit geschlossenen Augen mit Ballon. Ich retuschiere die offenen Augen des einen Bildes dann in das andere Bild hinein. so sind die meisten Bilder mit offenen Augen entstanden. Nur wenige Models trauen sich, die Augen offenzuhalten.

Was soll ich mitbringen?

  • Kleidung fürs Shooting, die Farbe abbekommen darf. Die Lebensmittelfarbe, die wir beim Shooting verwenden, ist meist rückstandslos auswaschbar, garantieren kann ich das aber nicht.
  • Kleidung, die auch im nassen Zustand noch gut aussieht. z.B. Bikini, Badeanzug, Neopren. Außer, du möchtest auch gern den Wet-Look haben, dann eignen sich z.B. auch weiße oder farbige T-Shirts / Tops. Einfarbig ist meist besser als bunt. Gerne auch auffällige Neon-Farben. „Oben ohne“ ist auch möglich, Brust entweder sichtbar oder z.B. durch die verschränkten Arme verdeckt. Ganz wie du möchtest.
  • Wechselkleidung! Es wird garantiert nass! Ein sichtgeschützter Umkleidebereich ist vorhanden.
  • Bitte bringe mehrere eigene Handtücher mit, die auch Farbe abbekommen dürfen.
  • Kamm / Bürste / was auch immer du brauchst, um deine Frisur nach einer Wasserbombe wieder zu richten. Einen Fön werden wir vor Ort haben.
  • Machst du dein Makeup lieber selbst, als die  Dienste der Visagistin zu nutzen, bringe bitte wasserfestes Makeup mit und alles, was du dafür brauchst. Einen Spiegel haben wir vor Ort.
  • Accessoires nach Belieben. Da darfst du gerne kreativ werden. Auch Hüte sind möglich.

Falls etwas von meinen Sachen Schaden nimmt, bist du versichert?

Na sicher! 🙂 Ich habe, wie jeder professionelle Fotograf, eine gewerbliche Haftpflichtversicherung, die für durch mich verschuldete Schäden an deinem Eigentum aufkommt.

Darf ich jemanden zum Shooting mitbringen?

Sehr gerne! Helfer sind immer willkommen am Set. Die mitgebrachte Person sollte auch Wechselkleidung mitbringen, falls sie beim Werfen von Wasserbomben nass wird. Bitte bringe aber nicht deine ganze Clique mit. Das wird dann doch zu viel Trubel am Set.

Ich kann mich nicht entscheiden. Sehr coole Sache, aber ist mir etwas zu teuer.

Lass dir das Shooting doch schenken! Frage deine(n) Liebsten, die Eltern oder die Oma und versprich ihnen ein tolles Bild von dir für ihre Wand. Sag mir dann einfach, wer der liebe Sponsor ist, und ich schicke ihm per Post for free einen Druck deines besten Bildes in 20x30cm (gegen Aufpreis auch größer). Der Sponsor darf gern auch mit zum Shooting kommen und zusehen.

Die Technik dahinter

Über das Thema Highspeed-Fotografie habe ich zwei Blogartikel geschrieben. Sie umreißen kurz die beiden technischen Themen

MOF#002 Ultra-kurze Belichtungszeiten (Highspeed-Fotografie Teil 1) und

MOF#003 Präzises Timing mittels optischem / akustischem Trigger (Highspeed-Fotografie Teil 2)

Sie sind aber natürlich bei weitem nicht erschöpfend. Bei solchen exotischen Arten der Fotografie steckt der Kniff meist im Detail. Und wenn man selbst so etwas machen will, braucht es vor allem eines: Praxis. Da ist es extrem hilfreich, wenn man von der Theorie sofort in die Praxis einsteigen kann.  Und genau das geht beim Highspeed-Workshop am 27. Juli.